Klöden

An der Kirche außen finden Sie einige Epitaphe. Ein sehr schönes ist wohl das aus dem Jahr 1603 für Arndt von Kanne.

Im 19. Jahrhundert waren die Engländer Georg und Edward Bates Domänenpächter in Rettig, einem Ortsteil von Klöden. Ihre Grabstellen befinden sich rechts auf dem Kirchplatz. Sie erkennen diese Grabstelle an seiner für diese Gegend untypischen Gestaltung.
Gönnen Sie sich noch etwas Ruhe in einem Raum, dessen Mauern in über 850 Jahren viele Generationen von Menschen gesehen haben, die mit ihrem Leid, aber auch mit ihrer Freude zu Gott kamen.

Wir danken für Ihren Besuch und würden uns freuen, Sie auch einmal in einem unserer Gottesdienste begrüßen zu können.
Klöden wurde früher Clotna genannt, dass bedeutet soviel wie auf Klötzern gebaut. Daher ist davon auszugehen, dass Klöden in der ersten Zeit ein Pfahlbautendorf war. Schon immer ist der Blick des Fremden, der sich von der Wasserseite Klöden nähert, besonders von der "wohlerbauten Kirche angesogen worden. Trutzig und zugleich anheimelnd schmiegt sie sich am höchsten Punkt des Ortes von hohen Bäumen umstellt an das Gelände, das gleich dahinter steil zum Riss abfällt." Ein Umstand, der für die Kirche vor dreihundert Jahren eine äußerst bedrohliche Situation bedeutete. Damals verschlang der noch unverbaute Elbriss bei jeder Überschwemmung ein Stück mehr von dem Ort. Um 1120 bis 1150 wurde unsere Kirche als erste Kirche unseres Gebietes auf ostelbischer Seite errichtet und war als Wallfahrtkirche für die gesamte Umgebung gedacht. Noch heute erinnert eine Inschrift am Altar: "Hic st. reliquie in Altari" an diese vorreformatorische Zeit. Ihr ursprünglicher Charakter als Backsteinkirche konnte bei umfangreichen Erneuerungsarbeiten (1989-1993) wieder hergestellt werden. Das Kirchenschiff ist um 1500 verbreitert und die dadurch entstandene größere Decken- und Dachfläche durch hölzerne Mittelsäulen abgestützt worden.
Diese etwas behelfsmäßige Lösung, bei der der Blick in den Chorraum durch die Säulen ein wenig verstellt wird, gibt dem Kircheninneren bis heute sein besonderes Gepräge. Der schöne Chorraum wirkt wie eine Kirche für sich und spricht durch seine schlichte Art und ausgewogenen Proportionen an. Eindrucksvoll ist der romanische Taufstein und der Altar aus der Gründungszeit der Kirche. Das schönste und wertvollste aber ist die überlebensgroße Christusplastik aus Lindenholz. Sie hat einst der Kirche den Namen gegeben: Kirche zum Heiligen Kreuz. Später geriet die Plastik ins Abseits und in Vergessenheit. Sie war wohl im Triumphbogen angebracht und störte beim Einbau der Säulen. In den dreißiger Jahren wurde sie wieder entdeckt und restauriert. So nimmt sie nun seit 1943 ihren den ganzen Raum beherrschenden Platz ein. Mit ihrer schlichten Schönheit und Aussagekraft ist sie ein besonderes Zeugnis romanischer Kunst und des Glaubens, der uns mit unseren Vorfahren verbindet.
Kanzel und Altaraufsatz stammen aus dem Jahr 1684. In dieser Zeit geschah wohl eine große Renovierung nach dem dreißigjährigen Krieg, in dem der ganze Ort zerstört war.
Der alte Altaraufsatz befindet sich gegenüber vom Haupteingang. Dort wird auch der Gefallenen des 2. Weltkrieges gedacht.
Die beiden Opferstöcke rechts und links vom Eingang stammen ebenfalls noch aus vorreformatorischer Zeit. Sie sind noch immer unsere "Spendenbäume".
Der Kirchturm wurde 1516 gebaut (die Jahreszahl ist außen am Turm zu erkennen). Der Turm ist nur von außen zu besteigen.
Im unteren Teil ist in seinem Inneren die Sakristei untergebracht. Text: Pfr. i.R. Michael Sehmsdorf

 

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25.03.2017
Wer ruft die Geschlechter von Anfang her? Ich bin’s, der HERR, der Erste und bei den Letzten noch derselbe. Gott hat Christus von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und jeden Namen, der angerufen wird, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen.
Jesaja 41,4 Epheser 1,20-21

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