21.05.2026
Ein Wort zu Pfingsten

Eine Pfingstgeschichte in der Bibel endet so:

Alle gerieten außer sich und waren ratlos. Die einen sagten zueinander: Was hat das zu bedeuten? Andere aber spotteten: Sie sind vom süßen Wein betrunken.“ Eine hinreißende Geschichte wird erzählt. Die Geschichte, wie der Geist Gottes stürmisch und feurig in die kleine Jüngerschar fährt, Fenster und Türen aufreißt und sie nach draußen fegt. Wie die mit ihrer Angst plötzlich ohne jede Scheu auf wildfremde Menschen aus aller Herren Länder zugehen, wie sie alle Sprachbarrieren spielend überwinden und das Evangelium so unter die Leute bringen. Sie sprechen in einer Sprache, so dass es bei denen auch sofort ankommt: „Großer Gott, wir loben dich!“ Was für ein Geist, der solchen Schwung hat, dass manche sogar denken, die Leute haben einen über den Durst getrunken. Pfingsten rüttelt auf, bringt neue Perspektiven, eröffnet ungewohnte Räume. Der Anstoß kommt von außen. Das ist das Faszinierende an der Geschichte Gottes mit uns Menschen. Wir können manches planen in unseren Gremien, Entscheidungen treffen, die uns weiterbringen. Wir haben ja unsere Erfahrungen, was geht und was nicht. Dann kommt dieser alles verändernde Geist mit seiner Kraft dazwischen und wirbelt alles durcheinander. Zu Pfingsten werden wir zu Menschen in Erwartung, die mehr sehen als das, was gerade passiert und die offen sind für den Geist Gottes.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Pfingstfest!
Ihre Dr. Gabriele Metzner