27.03.2026
Johannespassion in Krina
Etwa 130 sichtlich bewegte Zuhörer erlebten am vergangenen Sonntag eine beeindruckende Aufführung von Johann Sebastian Bachs Johannespassion in der Trinitatiskirche Krina.
Das im Jahr 1724 erstmals in der Leipziger Nikolaikirche aufgeführte Werk erzählt die Leidensgeschichte Jesu nach dem Evangelisten Johannes in dramatischen Chören, ausdrucksstarken Arien und berührenden Choralmelodien.
Gespräche an den ersten Tagen danach zeigten, welche Wirkung die Passion als Werk und die Intensität der Aufführung mit einer fast szenenhaften Darstellung der Ereignisse auf die Besucher hatte. Mehrfach wurde geäußert, dass man im wahrsten Sinne sprachlos war. Die Worte fehlten, um das Erlebte adäquat ausdrücken zu können. Die Musik und die gesungenen Texte rührten das Innerste an und bewegten zutiefst - bis hin zu Tränen. Und das mit Musik, die vor 300 Jahren geschrieben wurde.
Mit diesem Konzert war es erneut gelungen, hochkarätige Musiker in das Heidedorf zu locken. Unter der Leitung von Prof. Andreas Hartmann musizierten Solisten des Mitteldeutschen Kammerorchesters und des MDR-Rundfunkchores. Die Kooperation von Kirchengemeinde und den Musikern hat inzwischen eine Strahlkraft entwickelt, die weit über das Dorf hinausreicht. Man darf gespannt sein auf die weitere Zusammenarbeit!
Florian Matschull und Albrecht Henning