Annaburg

Die evangelische Stadtkirche in Annaburg wurde Anfang des 16. Jh. als schlichter Saalbau errichtet. Sechs erhaltene Weihekreuze und ein fein geschnitzter Christus-Torso sind Zeugnisse aus dieser Zeit. Annaburg, damals noch Lochau genannt, war eine der Kurfürstlichen Residenzen. Von der kunstvollen Renaissance-Ausstattung sind bis heute der Altar von 1602, in der Tradition der Cranach-Schule, sowie die Kanzel und ein Epitaph erhalten. In der Zeit des Barock wurde die Kirche leicht umgestaltet. Prägend für das Äußere wurde der 1727 vollendete Turm mit barocker Haube. Aus dieser Epoche stammt auch der Taufstein.

Ein im italienischen Barock gefertigtes Gemälde zeigt die Anbetung der Hirten und stammt wohl aus dem Inventar der ehemaligen (katholischen) Kapelle des Annaburger Jagdschlosses. Das Schloss war im16. Jh. von Lucas Cranach prachtvoll ausgestaltet worden, ein bescheidenes Zeugnis davon bieten einige mit Lederresten bezogene barocke Stühle, die ehemals in den Logen von kurfürstlichen Amts- und Forstbeamten genutzt wurden.

In den 1990er Jahren wurde die grundlegende Renovierung der Kirche begonnen. Auch die Rühlmann-Orgel wurde generalüberholt. Der Abschluss der Renovierungsarbeiten bis hin zur Restaurierung von Kunstgegenständen erfolgte in den Jahren 2006-2008.

Mit ihren freundlichen, hellen Farben und ihrem geschichtsträchtigen Interieur erfreut sie nun wieder die Kirchengemeinde und ihre Besucher.

 

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Kirche Annaburg Altarraum

 

 

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Losung & Lehrtext

23.03.2017
Die Nationen, die dann rings um euch übrig geblieben sind, werden erkennen, dass ich, der HERR, aufgebaut habe, was niedergerissen war, bepflanzt habe, was verwüstet war. Simeon betet: Meine Augen haben deinen Heiland gesehen, das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zur Herrlichkeit deines Volkes Israel.
Hesekiel 36,36 Lukas 2,30-32

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