Holzdorf

Die Holzdorfer Kirche ist der vierte Kirchenneubau an dieser Stelle. Sie wurde im Jahr 1849 als Backsteinbau errichtet - die ersten drei Kirchen waren Fachwerkbauten. Dieser Backstein-Bau ist aber nur teilweiser ein Neubau, denn die Kirche wurde beim Bau "unterfahren", d.h. der Dachstuhl blieb erhalten (und mit ihm die gesamten Proportionen), während die Wände neu gemauert wurden. Erhalten blieben auch der Turm und die Orgel sowie der Taufstein.

Aber der Turm wurde zusehends baufälliger, sodass der Gemeindekirchenrat 1884 den Neubau eines Turmes beschloss. Am 22. März 1884 fand die feierliche Grundsteinlegung mit Gesang der Schulkinder statt. Bald wurde der Turm zum neuen Wahrzeichen des Dorfes. Die Glocken des alten Turmes waren übernommen worden, mussten aber, ebenso wie die Orgelpfeifen für Kriegszwecke abgeliefert werden. Die als Ersatz gekauften Stahlglocken laden bis heute zu Gottesdienst uns Gebet.

1927 erhielt die Kirche eine neue Orgel.

Nach dem 2. Weltkrieg machte man sich an die notwenige Restaurierung der Kirche. Die Fenster wurden 1952 neu verglast und in den Folgejahren wurde der gesamte Innenraum umgestaltet. Der Kanzelaltar verschwand, an seine Stelle wurde ein Kruzifix in den Altarraum gehängt. Das Holz dafür stammt ebenso wie das der Schnitzereien von einer alten Linde, die auf dem Kirchhof gefällt worden war. Von dem damaligen Pfarrer Küster stammen die Worte:
"Es ist alles handwerklich-ländliche Arbeit, weniger künstlerisch wertvoll geschaffen, aber gerade darum gefallend und zur Andacht rufend."

Seit der Gründung einer evangelischen Grundschule im ehemaligen Pfarrhaus feiern Gemeinde und Schule in dieser Kirche Gottesdienste.


 

 

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Losung & Lehrtext

23.02.2019
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass man zugleich ackern und ernten, zugleich keltern und säen wird. Und die Berge werden von Most triefen, und alle Hügel werden fruchtbar sein. Ich will die Gefangenschaft meines Volkes Israel wenden, dass sie die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen sollen, dass sie Weinberge pflanzen und Wein davon trinken, Gärten anlegen und Früchte daraus essen. Der Seher Johannes schreibt: Ein Engel zeigte mir auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.
Amos 9,13-14 Offenbarung 22,2

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