Radis

Das kleine Dorf Radis liegt am Rande der Dübener Heide. Es wurde 1378 erstmals urkundlich als Rittergut erwähnt. Bekannte Namen findet man in seiner Chronik. So wurde z. B. hier der deutsche Philosoph Wilhelm Trautgott Krug (*22.06.1770, +12.01.1842) geboren und auch der Astronom Johann Gottfried Galle (*09.06.1812, +10.07.1910), der 1846 den Planten Neptun entdeckt hatte. Die Kirche im Ort hat eine bewegte Geschichte. Quellen belegen, dass anno 1528 Luther, Melanchthon und weitere Herrn der Wittenberger Universität die Kirche visitierten, um sich über die Verhältnisse, der kirchliche Leben und die Schule zu informieren.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde bei einer Brandschatzung des Ortes auch die Kirche vernichtet, wobei auch alle Kirchenbücher in Raub der Flammen wurden. Nach 1648 wurde das Gotteshaus samt Turm wieder aufgebaut. Letzterer erwies sich jedoch sehr baufällig. Als im Mai 1871 die innere Mauer des Turmes einstürzte, wurde dieser abgetragen.

Als Ersatz entstand ein hölzerner überdachter Glockestuhl am Eingang zum Kirchgelände. Hier hängen heute noch zwei Glocken. Die größte von ihnen stammt aus dem 14. Jahrhundert und die Inschrift lautet: "Vas Deus hoc signa, plesb salvasit, aura benigna". Auf der zweiten Glocke kann man lesen: "Zu Ehren der heiligen Drey Faltigkeit hat Otto Wilke von Bodenhausen uf Rais diese Glocke gießen lassen von Meister Geroge Billich in Kembergk, Anno 1655". Seit Sommer 2011 gehört die Gemeinde in Radis zur Kirchengemeinde Gräfenhainichen. Andreas Bechert

 

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Losung & Lehrtext

29.04.2017
Wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und wem ist der Arm des HERRN offenbart? Paulus schreibt: Betet für uns, dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir vom Geheimnis Christi reden können.
Jesaja 53,1 Kolosser 4,3

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